Hach

Heute kam da zeitlich das neue Wärmeunterbett an. Seitdem laufe ich mit einem Dauer-Lächeln im Gesicht herum. Ja, ich bin schon echt glücklich wieder eins zu haben.

Die Betreuungssituation ist gerade arg unbefriedigend.

J, der bisherige wohnungsbetreuer, hatte Dienstag seinen letzten Tag. Der neue sollte sich eigentlich letzte Woche schon, und endgültig diese Woche melden, außer einer kurzen Nachricht, er sei der neue Betreuer, ist da bisher leider nichts gekommen

Es gibt also weder einen Termin, noch einen Plan, bisher auch kein Kennenlernen, was ich echt doof finde. Denn ein Kennenlernen gleich beim ersten Wohnungs-Termin, ich glaube das schaffe ich schlicht nicht.

Was wiederum bedeutet, dass es dann erst übernächste Woche einen Wohnungs-Termin gibt, was nach doch dann wieder längere Pause auch einfach irgendwie wieder doof ist

Ich bin froh Yari zu haben. Die gibt Struktur und eine Aufgabe, was gerade in solchen Zeiten sehr wichtig ist.

Gestern sind wir mit dem Rad in den Wald gefahren, haben dann erstmal ausgiebig gespielt und ich habe dann eine Menge Bärlauch gepflückt und zu Hause zu Bärlauch-Paste verarbeitet.

Die ersten Nudeln mit Bärlauchsauce gab es dann natürlich auch schon.

Ich nehme nach wie vor mehr Cortison, da an den zwei Tagen, an denen ich das nicht gemacht habe, es doch deutlich schlechter war. Also ist der Plan übers Wochenende noch bei der höheren Dosis zu bleiben und dann wieder zur alten zurückzukehren.

Alles in allem läuft durch für die Umstände sogar erstaunlich gut. Der Rest wird sich finden.

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Besser

Dank doppelter Cortisondosis geht es tatsächlich langsam besser.

Nach einem Tag sehr viel Diskussion mit dem Hund (und tatsächlich das erste Mal dass Gefühl, dass ich ihr nicht gewachsen bin), lief es am nächsten dann wieder gut.

2 Tage schludern lassen hat einen hohen Preis.

Aber jetzt sind wir wieder in der Spur.

Unterwegs sind wir auf viel Bärlauch gestoßen, was super war. Da werden wir heute oder morgen nochmal hin. Diesmal aber mit dem Rad, denn für Yari ist das noch deutlich zu weit zum Laufen.

Da wir aber eh mehr Rad fahren üben müssten, passt das ganz gut.

Außerdem ganz oben auf der Liste ist das länger alleine bleiben üben. Ab Mai möchte/sollte ich dringend wieder zur Physio.

Aber das wird.

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Hmm

Die letzten Tage waren schwierig. Ich bin müde und schlapp und alles ist einfach nur anstrengend.

Das wirkt sich natürlich auch aufs Hundetraining aus, ich hab nicht die nötige Geduld und Energie und so blieb das Training die letzten Tage auf der Strecke.

Das nutzt Yari natürlich so richtig schön aus. Ist ja auch viel schöner einfach durch die Gegend zu laufen und ihr Ding zu machen.

Ich bin nicht ganz sicher, ob es die Psyche ist oder am Cortisolmangel liegt. Beides ist möglich, also werde ich ab morgen mal wieder die Cortisondosis erhöhen und schauen ob das was ändert.

Da auch die Verdauung zickt, vermute ich eher, dass es an Cortison liegt.

Aber da auch die Betreuungssituation grad sehr schwierig ist, wäre Psyche durchaus auch denkbar.

Vermutlich liegt es an beidem.

Immerhin hab ich Yaris Traingsbuch fertig gemacht, fehlt mir noch der erste Trainingsplan.

Dazu muss ich Mittwoch erst mal im Erfahrung bringen, wie so eine Assistenzhundeprüfung abläuft und was sie dafür alles können muss.

Das spielt ja neben dem Dingen, die mir wichtig sind, eine nicht unerhebliche Rolle, da seit 2021 die Prüfung Pflicht ist, wollten wir das im Training schon berücksichtigen.

So, heute jedenfalls früh ins Bett und morgen dann neu durchstarten.

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Eh klar

Seit 4 Tagen geht das CPAP- Gerät nicht mehr richtig, zum An-/Ausschalten muss ich den Stecker ziehen.

Der neue beheizte Schlauch hat ja dank Hund und Katz nicht Mal die erste Nacht überlebt. Schmeckt anscheinend saulecker.

Seit vorgestern ist das Wärmeunterbett kaputt, was richtig sch…. ist, da ohne auch Schlafen nur sehr eingeschränkt möglich ist. Immer wieder interessant, wie sehr solche Sachen meinen Schlaf und mein Wohlbefinden/meine psychische Stabilität beeinflussen.

Die Blombe, die rausgefallen ist, wird nun auch zum Problem, weil der Zahn seit gestern anfängt zu schmerzen. Muss trotzdem weiter geschoben werden. Lachgas wird ja nach wie vor leider nicht übernommen und selbst mit ist das für mich eine arg große Herausforderung.

Eh klar, dass das alles innerhalb von 3 Tagen passiert (außer der Schlauch, der ist schon länger, aber im Moment auch nicht ganz so tragisch, da ich den eher bei Kälte brauche).

Alles machbar, aber hoffen wir, das nichts weiter dazu kommt.

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Hundetraining

Eigentlich wollten wir heute einen Stadt-Termin machen. Das soll der Hund ja ohne Stress können, da es reicht wenn ich dabei Stress habe.

Gestern habe ich hier jedoch der Hundetrainerin eine sehr lange Sprachnachricht geschickt, was an sich schon sehr untypisch für mich ist, ich mag Sprachnachrichten nämlich nicht.

Aber mit der Hausaufgabe aus der letzten Gruppenstunde kam ich schlicht nicht klar bzw hatte ich das Gefühl, dass Hund und ich draussen noch mehr nebeneinander statt miteinander gehen.

Entsprechend habe ich die Übung schon etwas angepasst, da ich aber durch Zufall auch mitbekommen habe, dass es für die Assistenzhundeprüfung nun eine gesetzliche Vorgabe gibt, sah ich so ein bisschen meine Felle wegschwimmen.

Also war heute ein Vor-Ort-Termin und das war auch wirklich gut so.

Wir werden uns in den nächsten Wochen tatsächlich ein bis zweimal die Woche treffen, da Yari leider sehr eigenständig ist und dass gerade in der aktuellen Phase sich noch etwas ausweitet, also genau das Gegenteil von dem was wir eigentlich erreichen wollen.

Dazu kommt dass Yari wirklich wirklich wirklich sehr stur ist. Sie bringt selbst die Hundetrainerin durchaus an ihre Geduldsgrenzen.

Ich nenne sie nicht umsonst immer wieder mal den kleinen tasmanischen Teufel.

Eigenschaften die später sicher hilfreich sein werden, aber mit beginnender Pubertät gerade wirklich große Herausforderung sind.

Wir haben jetzt eine Art Trainingsplan, die Hundetrainerin wird noch einen etwas genaueren für mich erstellen, an dem ich mich dann so etwas entlanghangeln kann.

Größte Umstellung für den Moment ist, dass es keine Spaziergänge gibt, bei denen sie einfach mal laufen kann. Natürlich darf sie stöbern und so weiter, aber in einem gesetzten Rahmen und in einem miteinander mit mir.

Dabei wird das Rad auch eine sehr große Rolle spielen, da wir sozusagen erst zu einem Ort fahren, an dem wir dann gemeinsam irgendetwas machen.

Es war gut dass wir den Termin heute so gemacht haben. Wir hatten dann eben zum Abschluss auch noch ein bisschen Reiztraining gemacht, bei dem sie mir eigentlich mehr gezeigt hat, wie ich das am besten umsetze.

Ziel ist es ja dass Yari dann in allen Situationen sehr gelassen ist.

Auch da wird das Rad eine größere Rolle spielen.

Nachdem in der letzten Woche eher das Gefühl war, das geht alles in die falsche Richtung und irgendwas stimmt nicht so richtig, fühlt es sich jetzt wieder stimmig an.

Natürlich fällt es mir schwer sie nicht einfach so mal laufen zu lassen, vor allem weil sie das sehr vehement einfordert, aber ich sehe auch, dass das so nicht funktioniert und Yari hier einfach andere Grenzen und andere Voraussetzungen braucht, als manch andere Hund.

Das ist der Nachteil bei der Ausbildung eines sehr sturen und sehr selbstbewussten Hundes, sie will halt nicht nur gefallen, sondern hat ihren eigenen Kopf. Das mag ich ja auch, im Moment versucht sie nur gerade sehr massiv ihren Kopf durchzusetzen und hat dabei eine bewundernswerte Geduld und Sturheit.

So können allein der Weg über unsere Wiese (maximal 5 m) durchaus etwa 40 Minuten dauern.

Gott sei Dank kann ich auch ein Sturkopf sein und da ich hier im Ort oder in der Straße sowieso schon den Ruf einer arg schrulligen Person habe, stört es mich da tatsächlich auch nicht wirklich, dabei gesehen zu werden, wie ich 40 Minuten für 5 Meter benötige, nur weil ich möchte und darauf bestehe, dass der Hund nicht vor mir ist und nicht zieht.

Oder den Hund auf den Armen durch die Gegend schleppe, weil dieser das alles bis auf das letzte ausreizt und er sich ja trotzdem irgendwann irgendwo lösen muss.

Außerdem ist das die einzige Möglichkeit, aus dem kleinen tasmanischen um sich beißenden Teufel (weil es grade mal wieder nicht nach ihrem Kopf geht), wieder meinen kleinen Hund zu machen.

Das lustige dabei ist ja, dass man immer genau sieht, dass sie sehr gebau weiß, was eigentlich gerade erwartet würde und sie wirklich einfach nur klar nicht möchte. Pokerface hat sie keins.

Dabei werden da jetzt nicht irgendwelche großen Dinge erwartet, sondern einfach nur, dass sie auch draußen auf mich achtet und in meiner Nähe bleibt, ohne mich quer durch die Pampa zu ziehen.

Natürlich gibt es auch genauso diese Spaziergänge, bei denen alles gut läuft sie gut mitmacht und wir beide Spaß haben. Das ist ja auch unser Ziel, gemeinsam Spaß haben.

Gott sei Dank gibt es auch diese Spaziergänge, sonst würde ich natürlich verzweifeln.

Yari muss nur noch lernen, das zusammen Spaß haben halt nur geht, wenn sie auch auf mich achtet

Und dass ich ihrem Sturkopf durchaus auch gewachsen bin und den längeren Atem habe, auch wenn sie das jedes Mal aufs Neue extrem austestet.

Sie ist halt ein Charakterkopf, das mag ich auch sehr an ihr und ich wusste vorher, das es durchaus auch anstrengend sein kann und werden wird, mich selbst ihr gegenüber auch interessant genug zu machen und bei so ausgeprägter Eigenständigkeit das Miteinander in den Vordergrund zu stellen.

Dieses Miteinander ist aber die Bedienung für ihre Arbeit als Assistenzhund.

Wenn ich ehrlich bin, mag ich diese Herausforderung. Ich hoffe nur, das meine Geduld etwas länger durchhält als ihr Dickkopf.

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Umzug abgeschlossen

Wie schon angekündigt, habe ich den ursprünglichen Blog gekündigt und aufgelöst.

Die Beiträge habe ich hierzu WordPress importiert und die Domains alles-nur-psychisch.com bzw de werden nun hierhin weitergeleitet.

Wer über RSS-Feed liest und auch weiter mitlesen möchte, müsste diesen Feed aktualisieren.

Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen, da der Blog für mich immer ein Rückzugsort war und auch ein Ort um meine Gedanken zu sortieren.

Doch seit knapp einem Jahr fühlte ich mich dort einfach nicht mehr sicher.

Dazu kommt, dass es für mich immer auch eine Art Therapie-Blogg war, zum Sortieren, zum Nachlesen, und auch um die Entwicklung in der Therapie irgendwie festzuhalten.

Die Therapie war im April dann ja von jetzt auf gleich zu Ende. Die ersten Monate ging es dann auch nur darum nicht zu fühlen, nicht zu denken, nicht zu sein. Nur so ließ es sich aushalten.

Dann kam die Schlauchmagen-OP, die Filme auf der körperlichen Ebene extrem viel verändert hat, was natürlich auch für die Psyche Folgen hatte.

Dass ich dann für knapp drei Monate einen Pflegehund bekam, war für mich die nächste große Änderung. Denn diese Zeit zeigte mir, dass ich nun für einen Assistenzhund bereit bin.

Das ist in meinem Leben dann auch noch so besonders liebe Menschen gab und gibt, die quasi Patenschaft für den Assistenzhund übernommen haben, ließen diesen plötzlich sehr real werden.

Dank der Hilfe von so vielen lieben Menschen, durfte Yari Anfang April hier einziehen.

Es war ein Jahr, indem so vieles passiert ist. Negatives, aber auch unfassbar Positives.

Der Anschluss an das regelmäßige Schreiben, an ein dokumentieren das aktuellen Zustandes, der Entwicklung und so weiter, war schon lange verloren.

Mein Alltag hat sich komplett verändert, schon vor dem Einzug von Yari. Mit dem Einzug natürlich noch so viel mehr.

Ebenfalls betrafen die Änderungen im letzten Jahr die Betreuung. Seit Mai letzten Jahres, habe ich im Prinzip keine regelmäßige Betreuung. Sie fiel nicht ganz weg, war aber nicht mehr zu festen Terminen, viel immer häufiger auch aus, dann hörte der eine Betreuer sehr unvermittelt auf (für ihn wohl nicht so unvermittelt, sondern geplant, nur hat er mir davon nichts erzählt), der Ersatz ist er nur Fahrdienst, der zweite Betreuung, der die Wohnungs -Termine machte, sagt er auch dass er die nichts aufhören würde ich, aber zumindest weitermachen würde bis ein Ersatz gefunden ist.

Das ist jetzt offensichtlich so, er wird noch zwei maximal drei Termine machen, dann wird ein neuer übernehmen, den ich aber noch nicht kenne.

Eine Situation, die mir nicht gut tut. Aber auch eine die zeigt, wie sehr Yari schon jetzt stabilisierend wirkt.

Ich weiß noch nicht, ob ich hier wieder regelmäßig schreiben kann. Auf der einen Seite würde ich gerne auch die Ausbildung von Yari und meinen Umgang damit dokumentieren, zum anderen habe ich immer noch das Gefühl einfach nicht den Anschluss zu finden.

Dazu hat sich viel zu viel im letzten Jahr verändert.

Vielleicht gelingt mir hier eine Art Neuanfang. Ohne Anspruch darauf an das bisherige anzuschließen, sondern einfach mit dem jetzt wieder anzufangen.

Mal sehen wie er sich entwickelt.

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Pieps

Kurze Meldung

Hier ist alles soweit gut, die kleine Maus hat sich gut eingelebt und hält und auf Trab

Sie bereichert unser Leben unglaublich und ich bin so dankbar, dass sie hier ist. Dankbar, das auch ihr mir das ermöglicht habt.

Und geht es gut!

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Familienzuwachs

Am Samstag haben MissMutig und ich die kleine Yari abgeholt.

Die Kleine mischt hier alles auf und dennoch ist es einfach nur schön die hier zu haben.

Wir arbeiten gerade hart an der Beisshemmung, ansonsten geht es grad nur um Bindungs- und Berzrauensaufbau.

Sonne geniessend
Hund und Katz sind schon beste Kumpel
Auf der Fahrt ins neue Zuhause

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es ist geschafft

Das Geld für den zukünftigen Assistenzhund ist nun zusammen ich bin so dankbar und froh darüber und freue mich einfach nur, das hier bald ein Wirbelwind einziehen wird.

Vor Ort haben sich noch zwei mit Welpen gemeldet, sodass eine Welpen-/Junghundgruppe wohl hier im Ort stattfinden kann. Was erleichtert ist mir natürlich sehr.

Die Wohnung ist auch fast fertig, morgen werden wir das Wohnzimmer endgültig fertig machen und nächste Woche bzw übernächste wird dann auch das Schlafzimmer endgültig fertig sein. Überwiegend welpensicher sind beide Räume jetzt schon, nur die Kabel, da muss ich mir noch eine Lösung einfallen lassen.

Der Rest ist eher Räumerei bzw der Kleiderschrank muss noch geleert und abgebaut werden und der Inhalt in einen anderen. Das werde ich wohl mit MissMutig dann machen. Das eilt jetzt auch nicht so, da überwiegend schon gemistet ist und zur Not geht das auch noch später.

Wichtig war ja dass auf Welpenhöhle nichts Gefährliches mehr ist und das ist weitestgehend erledigt.

Entsprechend fühle ich mich auch in der Wohnung gerade etwas wohler. Wenn diese dann ganz fertig ist, wird es ein ganz neues Lebensgefühl hier sein.

Leider hat das Öhmchen in den letzten Tagen wieder in den epileptischen Anfall gehabt. Seit letztem Herbst gibt es immer wieder mal einen, nachdem sie über 10 Jahre anfallsfrei war.

Sie tut mir deswegen vorallem so leid, weil sie Urin lässt und durch den Anfall sich darin wirklich so hin und her wälz,t dass kein trockener Flecken mehr an ihr ist. Sie ist dann wirklich patschnass. Es dauert leider auch fast eine halbe Stunde bis ihre Unruhe danach soweit abgeklungen ist dass sie sich einigermaßen säubern kann.

Natürlich versuche ich da vorher dann schon immer sie mit Tüchern und Waschlappen wenigsten s vom gröbsten zu reinigen. Mehr lässt sie in diesen Zeiten auch nicht zu.

 

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wie es ist (und in den letzten Monaten war)

In den letzten Tagen ist mir einiges bezüglich des Blogges klar geworden.

Er spiegelt nicht mehr wieder, wie mein Alltag ist.

Die werte Dame vom Amt letztes Jahr hat mir den Blogg, bzw das offen schreiben können, gründlich kaputt gemacht.

Das Schreiben wurde weniger, weniger persönlich, geriet immer öfter auch ins Hintertreffen.

Fast zwangsläufig schrieb ich dann fast nur noch in Krisenzeiten, ein altes Relikt aus alten Zeiten, in denen das Schreiben oft half wieder etwas klarer denken zu können.

In den letzten zwei Jahren ist sehr viel passiert bei mir. Etwa Oktober 2019 war mein absoluter Tiefpunkt. Wie ich den überleben konnte (und das leider im wahrsten Sinne des Wortes), ist mir bis heute nicht klar.

Es war eine sehr schwarze und dunkle Zeit, in der Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und vor allem hoffnungslose Überforderung alles vereinnahmte.

Gegen Ende des Jahres 2019 gab es dann wieder kleine Hoffnungsschimmer, die sich leider dann in der ersten Hälfte 2020 wieder verdünnisierten.

Trotzdem diese kleinen Hoffnungsschimmer ermöglichten mir die ersten Schritte in ein Leben, wie ich es heute lebe.

Denn ich habe alles dafür getan, dass ich die Schlauchmagen-OP bekomme. Dabei ging es mir in erster Linie gar nicht darum Gewicht zu verlieren, sondern wieder mobiler zu werden.

Ich konnte mich selbst mit Rollator nur sehr kurze Strecken  (wir reden eher von 10 Schritten, nicht Metern) bewegen, Einkaufen wurde zur Qual, Atemnot mein ständiger Begleiter.

Ich zog das Programm durch, dank der Unterstützung der Adipositasambulanz hier vor Ort.

Einen Monat vor der OP wurde mir erneut der Boden unter den Füßen weggezogen, die PIA schmiss mich aus der Ambulanz. Bis heute weiß ich nicht warum, bis heute streite ich um Arztbriefe und meine persönlichen Sachen, die dort immer noch liegen.

Die Art wie dieses Ende kam, von jetzt auf gleich, kurz per Mail, ohne jede Erklärung und ohne auch nur im Ansatz von Klärungsversuchen, hat mir fast das Genick gebrochen.

Hätte zu diesem Zeitpunkt nicht der OP-Termin schon festgestanden, weiß ich nicht was ich getan hätte. So konzentrierte ich mich auf die OP und blendete alles andere aus.

In den letzten 2 Jahren ist mein komplettes (professionelles) Sicherheits- und Helfernetz weggefallen. Buchbinderei, Therapie, lange auch die Physiotherapie, ambulante Betreuung.

Bei letzterer fand kaum noch irgendwas statt, das hat sich dann zwar wieder geändert, immer noch bekomme ich nicht meine eigentlich 6 Wochenstunden,
sondern wenn’s gut ging 4.

Das mag blöd klingen, aber das konzentrieren auf die OP und die Zeit danach, hat mir vielleicht das Leben gerettet.

Der Pflegehund kam zur rechten Zeit, denn dank der OP wurde ich mobiler und dank des Hundes wurde ich auch relativ schnell fitter.

Den Rollator wurde ich nach wenigen Wochen  los, die Krücken brauchte ich noch etwas länger, doch im Laufe der Zeit, dieser 3 Monate mit Hund, konnte ich meine großen Wald- Runden wieder eigenständig machen.

Zwei meiner Nachbarn sprangen mit auf dem Zug und begleiteten mich, einer tut das bis heute, sodass wir eben auch heute noch regelmäßig unsere Wald-Runde machen.

Da ich fitter wurde, schaffte ich es dann auch mit dem Rad nach Hause.

Als ich denn Pflegehund wieder abgab, war nach relativ kurzer Zeit klar, dass hier ein Hund einziehen sollte.

Ich hatte deutlich weniger Panikattacken, Albträume, Flashbacks, ich schlief sehr viel besser, war einfach wieder stabiler, auch in der Wohnung klappt es besser. Weil zwangsläufig Struktur da war, aber eben auch jemand da war, ich nicht alleine war, und auch die Verantwortung hatte.

Und das zeigt sich mit Hund anders als bei den Katzen, für die ich ja auch die Verantwortung habe und trage.

Ohne Hund wurden die Panikattacken wieder mehr, alleine rausgehen war nicht mehr möglich,  und auch sonst verlor ich Stück für Stück die Stabilität, bis kaum mehr was da war.

Trotzdem war ein Hund in weiter Ferne. Denn dank der sehr schwarzen Zeit 2019 und 2020 und durchaus auch einiger schwarze Stunden 2021, war meine finanzielle Situation eine Katastrophe, die Wohnung war auch eher eine Katastrophe, das einzige was blieb, war meine Fitness, an der ich weiter hart gearbeitet habe.

An dieser Stelle trat ein Engel in meinem Leben. Ein Engel, der die Aussicht auf einen Assistenzhund plötzlich möglich machte. Der mir half die finanzielle Situation zu regeln, ohne dass ich Zugriff auf dieses Geld habe, sodass es eben wirklich sinnvoll eingesetzt werden konnte.

Und zwar einzig und allein mit dem Ziel einen Hund realisierbar zu machen.

Für mich war klar, nur so ist diese Hilfe auch wirklich sinnvoll, weil sie nachhaltig was verändern kann.

Das änderte nicht groß was an der finanziellen Situation im Alltag, aber es bedeutete dass diese finanzielle Situation im Alltag nicht mehr das Ausschlusskriterium für einen Hund ist, weil für diesen Unterstützung gegeben ist.

Unterstützung im Sinne von Übernahme von laufenden Kosten, die über die normalen monatlichen für Futter, Versicherung & Co hinausgeht. Unterstützung die Tierarztkosten und einen Teil der Ausbildung übernimmt. Den Teil, tatsächlich am meisten frisst.

Ich gestehe, dass ich Schwierigkeiten hatte, das anzunehmen. Es war mir auch nur möglich, weil wir diese Absicherungen darin hatten, dass ich eben nicht das Geld für was anderes nutzen kann.

Mein destruktiv ist Verhalten in den letzten zwei Jahren hatte einiges an verbrannte Erde hinterlassen und mir war wichtig, das es, wenn ich es annehme, wirklich nachhaltig was zum besseren verändert und nicht nur eine kurzfristige Hilfe/Erleichterung ist.

Dass ich da jetzt so schnell ein Hund gefunden hat, damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Und dass die Anschaffungskosten so hoch sind auch nicht.

Aber die sind fast zusammen und ich bin unendlich dankbar für all die Unterstützung und Hilfe, die mir von allen Seiten entgegengebracht wird.

Aber ohne diesen Engel, wäre das alles gar nicht möglich gewesen und nicht realisierbar und ich kann gar nicht sagen wie viel mir das bedeutet und wie sehr es mich auch berührt. Den es sind nunmal nicht die Anschaffungskosten, die das  Hauptproblem sind, sondern die laufenden Kosten, vor allem Training und Tierarzt.

Durch eine mail, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe, wurde mir klar, dass vor allem die Leser die hier schon sehr lange mitlesen, von den Entwicklungen im letzten halben/dreiviertel Jahr nichts mitbekommen haben, nichts mitbekommen konnten.

Die werte Dame vom Amt hat wirklich gute Arbeit geleistet. Ich konnte im Blogg nicht mehr frei schreiben und so blieben es Momentaufnahmen, aber kein einigermaßen klares Abbild über meinen Alltag.

Das finde ich ehrlich gesagt sehr schade. Vor allem weil in dieser Zeit eine große Entwicklung stattgefunden hat.

Vielleicht brauchte ich dieses wirklich schwarze Jahr 2019 und das nicht sonderlich viel hellerer 2020. Mir ging es immer darum mich weiterzuentwickeln, mich nicht mit dem wie es ist nicht abzufinden, sondern an mir zu arbeiten und dafür zu kämpfen das es besser wird.

Mein Umgang mit Gefühlen ist alles andere als gut oder normal. Aber es ist auch klar, dass ich das alleine nicht ändern kann.

Nach dem Ende der letzten Therapie brauchte ich lange um damit klar zu kommen, und das Thema ist für mich sicher noch lange nicht abgeschlossen.

Aber ich saß da und wusste dann: entweder du bringst dich um oder du machst das Beste aus der Situation wie sie ist.

Denn auch klar war, dass ich mich aktuell auf keine Therapie einlassen kann, auf keinen Menschen.

Wenn ich also meinen Umgang mit Gefühlen aktuell nicht ändern kann, muss ich schauen wie ich das Beste aus der Situation mache. Muss ich mich eben damit abfinden, dass das bei mir so ist und sich jetzt nicht ändern lässt.

Das war ein langer und auch sehr schmerzhafter Prozess. Vielleicht war er auch nur möglich, weil die körperliche Fitness wieder kam und somit Sport-Skills wieder möglich wurden. Es gab also auch etwas was besser und wieder ging, auf dass ich mich konzentrieren konnte.

Bewegung und Sport hat mir schon immer gut getan. Es hat mir wirklich sehr gefehlt. Genau das war auch der Grund warum ich mich um diese OP bemüht habe – wieder aktiver sein zu können, beweglicher, Radfahren und einigermaßen gehen können, ohne sofort mit Atemnot zusammen zu klappen.

Der Pflegehund war ein Glücksfall für mich, denn ich war auch zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich sicher, dass ich einem Hund nicht gerecht würde, dass mir das zuviel ist, dass ich das nicht schaffe, körperlich und psychisch.

 

Doch siehe da, es ging, und es tat mir gut und es ging mir so viel besser mit Hund. Für den Hund gab es zu jeder Zeit auch andere Option, aber ehrlich gesagt wollte ich ihn nicht mehr hergeben, weil die Verantwortung, die Struktur, das (durchaus nicht immer einfache) Miteinander mir so gut tat und so viel Stabilität verschaffte.

Auch dieser Glücksfall tat eine Menge dazu, dass ich mich stabilisierte und es mir besser ging.

Und es macht mir klar, dass ein (Assistenz)Hund mein Leben tatsächlich weitreichend zum Positiven verbessern könnte.

Die körperliche Situation war also geklärt, die psychische auch, die finanzielle und die Wohnsituation jedoch nicht. Das es gerade zu dieser Zeit dann auch in der Betreuung mehr als genug Schwierigkeiten gab tat sein übriges.

Bei der Wohnsituation half/hilft MissMutig. Wir entrümpelen, schaffen Platz und vor allem mal eine Art Grundordnung bzw wir sind da immer noch dabei, sollten aber bis Mitte Februar fertig sein.

Bei der finanziellen Situation half, wie gesagt, dieser Engel.

Ich bin dankbar für all diese Hilfe, denn ohne sie wäre das alles überhaupt nicht möglich.

Und sie ermöglichten mir wieder zu träumen, wieder Hoffnung zu schöpfen, und mich auf mein Leben zu freuen.

Auch weil es darum ging zu prüfen was davon sind Luftschlösser, was davon ist realistisch, welche Probleme gibt es, gibt es dafür Lösungen, wie kann das alles so angepasst werden, dass es wirklich real werden kann und auch gesichert ist. Welche Hilfe brauche ich dafür.

Und wie könnte diese aussehen bzw organisiert werden. Immer auch in Hinblick darauf, dass es sich hier um ein Lebewesen handelt und es mir sehr wichtig ist, dass es diesem Hund gut geht, und zwar zu jeder Zeit, unabhängig von meinem Befinden.

Keine Frage, es ist ein riesen großer Schritt, und ja ich werde den Gürtel definitiv enger schnallen müssen. Aber das ist es mir wert und es ist machbar und realistisch, dafür haben meine Engel gesorgt.

Dieses so wertvolle Geschenk, auch das Vertrauen in mich zu setzen, bedeutet mir sehr viel und ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass es dem Hund hier gut geht, wir ein Team werden, und  – wenn er alt genug ist – gemeinsam unseren Bewegungsspielraum und Horizont erweitern, wir zusammen das neue Leben entdecken – und leben!

 

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