Auf und ab

Im Moment gibt es hier etwas auf und ab, die Finanzierung, die eingeplant war, fällt weg.

Das wiederum hat zur Folge dass ich hier einiges ändert.

Nach wie vor ist der Plan Yari zum Assistenzhund auszubilden und für mich wird sie auch ein Assistenzhund werden.

Nur das wie und über welche Wege und wie offiziell bzw ob Prüfung oder nicht und so weiter, das muss ich jetzt erstmal neu klären.

Fakt ist: schon jetzt stabilisiert sie mich sehr.

Wenn also alle Stricke reißen, wird sie als „normaler“ Hund ausgebildet und sie kann dann im Rahmen eines normalen Haus- und Familienhundes mich unterstützen.

Schon jetzt ist sie ein unglaubliches Geschenk für dass ich ewig dankbar sein werde.

Wie viele Trainerstunden und beim „normalen“ Hundetrainer oder tatsächlich beim Assistenzhundetrainer wird sich dann einfach zeigen. Je nachdem was eben finanzierbar ist.

Für mich ändert sich also nur das wie.

Klar wäre die Ausbildung im Assistenzhundezentrum ideal, aber es war auch immer klar dass das ohne Übernahme durch einen Verein oder Sponsor nicht möglich ist.

Dass sich da plötzlich ein Assistenzhundetrainer findet, habe ich nicht erwartet. Und auch wenn es da jetzt einen Platz gäbe, war immer klar dass das die Finanzierung doch etwas schwieriger macht. Die sind nun mal einfach teurer und weiter weg, sodass auch Fahrtkosten und so weiter dazu kämen.

Ich habe gemerkt, dass der Wegfall der geplanten Finanzierung zwar wirklich schade ist und die Möglichkeiten stark einschränkt, für mich aber nicht das Aus bedeutet.

Es zeigte auch wie viel Unterstützung mir Yari jetzt schon gibt. Das macht auch Mut und Hoffnung, dass es zur Not eben auch ohne fachliche Unterstützung für mich ein besseres Leben bedeutet. Weil es das jetzt schon ist!

Es mag dann nicht um die Unterstützung sein, die ein ausgebildeter und geprüft assistenzhund bietet, aber ich bin so unendlich dankbar Jahre zu haben, das ist für mich das eklig gar keine Rolle spielt dass diese finanzielle Unterstützung nun wegfällt.

Ich bin dieser Person so unendlich dankbar, denn ohne sie hätte ich Yari nicht und ich wünschte ich könnte ihr glaubhaft klar machen, wie viel mir das schon bedeutet und dass sie immer Yaris Patentante sein wird und immer in unserem Herzen einen sehr großen Platz haben wird.

Du bist mir sehr wichtig und ich wünsche dir von Herzen, dass es dir bald wieder besser geht! Mach dir um uns keinen Kopf, wir kriegen das schon hin!

Nun zum aktuellen Training:

Nachwievor geht es in erster Linie ums runterkommen. Also ruhig sitzen und warten bis die Türen offen sind, bis ich durch die Tür durch bin und erst dann darf sie nach.

Das ist für den kleinen Wirbelwind wirklich schwierig, aber sie macht das schon ganz gut.

Aktuell hat sie 9 Kilo und wächst und gedeiht. Nach den doch etwas längeren Beinen der letzten Wochen kommt der Körper jetzt nach und ich muss das Geschirr spätestens jeden zweiten Tag weiter stellen.

Der Zahnwechsel macht ihr gerade ziemlich zu schaffen, was zur Folge hat dass sie wirklich an allem und jedem und am liebsten an meinen Händen herum knabbert.

Sie kann mittlerweile schon an die zwei Stunden alleine bleiben, wir sind auch schon mit dem Rad in die Stadt und wieder zurück gefahren, dabei musste ich aber feststellen, dass der Fahrradkorb so langsam grenzwertig wird und wir definitiv einen größeren brauchen (was dann leider auch wieder zu neu gewöhnen müssen führt)

Leinenführigkeit ist dafür ein Thema, mit dem sie so gar nicht warm wird. Im Moment arbeiten wir eher daran, dass sie nicht zieht. Das geht mal besser mal schlechter aber im Großen und ganzen geht es voran.

Sie hat einen kleinen Malteser als so ziemlich besten Kumpel und die beiden zusammen sind einfach wirklich super und süß. Und sehr ausdauernd. Wir versuchen also regelmäßig da eine gemeinsame Runde zu finden, bei der sie dann auch auf unsere Wiese rumtoben dürfen.

Sie liebt die Schleckmatten, vor allem mit Leberwurst und Joghurt. Da kann sie sich wirklich ewig mit beschäftigen, weshalb wir das tatsächlich für die Zeiten alleine nutzen.

Unterwegs haben wir immer so einen Futterbeutel dabei, der am anderen Ende der Schleppleine hängt. Denn interessant ist der leider immer nur wenn er in Bewegung ist.

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wie es ohne sie war und ich möchte mich auch gar nicht dran erinnern. Mir tut diese Struktur gut aber mir tut auch der Hund gut, Yari gut.

Tagsüber sehr eigenständig und sehr stur und mit einem wirklich eigenen Kopf gesegnet, kuschelt sie sich nachts gerne unter der Decke an mich.

Ich würde sie gegen nichts in der Welt eintauschen! Nie hätte ich gedacht, das ist schon so viel ausmacht genau diesen Hund zu haben und wie sehr das meine Psyche stabilisiert. Dazu muss ich gar nichts können und gar nichts machen ausser hier zu sein.

Wenn ihr es irgendwie hinkriegen werden wir diesen Eignungstest Ende Mai machen. Einfach weil es Voraussetzung ist für eine eventuelle Assistenzhundeprüfung.

Was danach kommt und inwieweit sie eine Ausbildung genießen darf, werden wir dann sehen. Doch auch ohne , wird sie immer mein Hund sein und bleiben und für mich auch ein assistenzhund sein, dass sie mich im Alltag unterstützt. Das ist unerheblich ob sie eine Prüfung gemacht hat oder nicht.

Die Prüfung wäre nur wichtig für die anderen. Damit wäre sie offiziell ein Assistenzhund und hätte weit mehr Rechte, könnte beim Einkaufen, Arztterminen und so weiter unterstützen.

Natürlich wäre das toll, aber es ist für mich nicht zwingend erforderlich. Diese Unterstützung habe ich ja jetzt auch nicht.

Die Unterstützung zu Hause hingegen und für meine Psyche, die ist doch schon jetzt enorm.

Egal was passiert, Yari und ich werden unseren Weg weitergehen und aus den gegebenen Situationen das Beste machen.

Dieser Beitrag wurde unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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