Training

Am Freitag fiel ja die Gruppenstunde vor Ort aus, aber wir hatten einen Online Termin, was für mich sogar sehr gut so war.

Denn hier vor Ort hatten wir dann doch wieder mehr mit dem Beutel gearbeitet und so weiter, für mich war aber ein anderes Thema wichtiger und das konnten wir online sehr gut klären

Von vielen Seiten höre ich ja dass ich einen sehr aktiven Hund habe und dass ich denen deutlich mehr auspowern müsste, mir laufen lassen längere Spaziergänge machen und so weiter

Jetzt ist Yari knapp 19 Wochen alt und die Richtlinie ist ja pro Lebensmonat 5 Minuten spazieren gehen oh, dann kommt ja noch toben, Training, Beutel-Training und so weiter dazu.

Zu Ostern ging es mir ja nicht so gut und ich bin tatsächlich auch eine große Runde mit Bekannten gelaufen und Yari war danach natürlich auch ruhiger. Klar, die war einfach kaputt.

Am Tag davor durfte sie auch etwas länger mit einem Hundefreund toben deutlich mehr freilaufen als sonst, da Training für mich einfach gar nicht wirklich machbar war.

Trotzdem hat mir die Zeit zu denken gegeben ob was dran ist, ob sie wirklich einfach mehr toben und laufen müsste um ausgepowert zu werden.

Ich habe also versuchsweise mehr Beutel-Jagd und Reizangel mit ihr gemacht und ja sie war ruhiger, aber irgendwie hatte ich auch das Gefühl es war zu viel.

Von daher war für mich tatsächlich im Vordergrund das Thema wie viel auspowern ist nötig Punkt ich habe nun mal mit Beagle und Boxer 2 sehr aktive Hunderassen mit drin, konnte einfach nicht mehr einschätzen, ob Kopfarbeit und so weiter wirklich so weit reichen, dass es den Hund auch körperlich ausreichend auspowert.

Denn natürlich darf sie auch laufen und toben und mit Hunden spielen usw. Ich wusste nur nicht mehr was das richtige Maß ist.

Im Termin mit der Hundetrainerin habe ich also genau das zum Thema gemacht gemacht.

Yari ist ein extrem reizempfänglicher Hund.

Da reicht das Gähnen einer Katze um sie aus dem Schlaf zu reißen. Hochfahren ist also definitiv kein Problem dieses Hundes. Runterfahren hingegen sehr wohl.

Es geht also nicht darum den Hund noch mehr aus zu powern, sondern darum, dass sie lernt, runterzukommen.

Etwas, was vielen Welpen, vor allen den aktiven, sehr schwer fällt.

Von daher war der Schwerpunkt unseres Trainingszeit Freitag eben Ruhe reinzubringen.

Das fängt bei Kleinigkeiten an. Wenn ich aufstehe und uns fertig mache um rauszugehen, gehen wir erst, wenn sie sitzt und sitzen bleibt bis ich das okay gebe dass wir jetzt rausgehen.

Bisher hatte ich eher in den kleinen Springteufel der an Tür und mir Hochsprung und Pirouetten drehte, vor lauter Aufregung und Vorfreude das es raus geht.

Allein diese kleine Übungen, denn das machen wir tatsächlich bei jeder Tür, merke ich, dass sie besser zur Ruhe kommt, wenn es dann wirklich um schlafen geht.

Es ist immer wieder mal eine kleine Diskussion, bei der ich dann halt zeige dass ich das auch wirklich ernst meine und wir ohne dass sie ruhig vorher sitzt und wartet, wir eben nicht rausgehen.

Yari findet das natürlich doof. Sie testet auch aus ob ich das wirklich ernst meine und muss dann eben erfahren, dass es ohne eben kein rausgehen gibt. Oder in speziellen Situationen, wenn sie sehr gezielt auf stur stellt und anfängt mich zu maßregeln, ich eben alleine raus gehe und sie nur mit kann wenn sie vorher ruhig ist.

Betreffen hat sie das schnell, gar keine Frage. Trotzdem versucht sie regelmäßig mich auszutricksen oder ihren Willen durchzusetzen oder schaut er einfach länger durchhält.

Das kann ich ja dann ganz gut, weil ich dann auch auf stur schalten kann. Und ich muss ja nicht raus und zur Not gibt es hier Hundetoiletten in der Wohnung, so dass ich das auch einen Tag durchziehen könnte (was ich bisher Gott sei Dank nicht musste).

Es sind ja jetzt erst drei volle Tage an denen ich das so mache, merke aber jetzt schon, dass sie tagsüber deutlich besser runterfahren kann und das auch im Beisein der Katzen, die ja doch immer wieder mal ihren Liegeplatz wechseln.

Es fühlt sich für mich stimmig an und ich habe auch das Gefühl dass es Yari gut tut, auch wenn sie das vorm rausgehen immer noch doof findet und erstmal motzt.

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